Blutegeltherapie

 

 

Blutegel existieren seit mindestens 450 Millionen Jahren. Es sind archaische Tiere, die sich im Laufe der Evolution immer wieder erfolgreich den Bedürfnissen des Überlebens angepasst haben. Es ist anzunehmen, dass die besondere Strategie der Blutegel - nämlich ihrem Opfer zu nutzen - schon früh begann.

Es gibt eine Vielzahl übereinstimmender Berichte aus verschiedenen Ländern, dass kranke (z.B. lahmende Tiere mit schmerzhaften Gelenkerkrankungen offensichtlich gezielt Gewässer aufsuchen, um sich dort geduldig von den Blutegeln beißen zu lassen.

Aus der Praxis kann ich berichten, dass Tiere eine Blutegelbehandlung in aller Ruhe über sich ergehen lassen. Dies liegt sicher auch daran, dass Blutegel zu Beginn des Saugvorgangs anästhesierende und analgetisch wirkende Substanzen in das Blut und das umliegende Gewebe abgeben. Im Verlauf des Saugvorgangs werden weitere Substanzen abgegeben, darunter auch Wirkstoffe, die als konventionelle Arzneimittel eingesetzt werden. So z.B. Gerinnungshemmer wie Hirudin und Faktor Xa-Hemmer oder die gewebelockernde Hyaluronidase.

Die Therapeutische Wirkung dieser Substanzen zeigt sich als durchblutungsfördernd, gerinnungshemmend, schmerzlindernd und entzündungshemmend.

 

 

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